Friedhofskulturtagung – Der Friedhof im Wandel

Friedhofskulturtagung in München

Der Wandel in der Bestattungskultur und die veränderten Anforderung an einen Friedhof haben die Steinmetzbranche, die Friedhofsgärtner und auch die Bestatter veranlasst eine Friedhofskulurtagung ins Leben zu rufen. Diese Tagung fand bereits zum 3. Mal  statt. Eingeladen waren am 11.11.11 in München die Vertreter der genannten Branchen sowie Friedhofsverwalter und alle Zuständigen für das Friedhofswesen. Diese Tagung möchte mit ihren Vorträgen auf die sich veränderten Anforderung eines Friedhofs aufmerksam machen und neue Wege aufzeigen.

Urnenwände sind keine Lösung

Die Anforderungen haben sich insoweit verändert, dass die Menschen immer mehr auf der Suche sind nach pflegeleichten oder pflegefreien Grabstätten. Entgegen der allgemeinen Meinung sind Urnenwände oder sog. Kolumbarien nicht die beste Lösung, haben die Hinterbliebenen doch nur wenig oder gar keine Möglichkeiten, Trauerrituale zu vollziehen. Die Steinmetze und die Friedhofsgärtner haben neue Konzepte erarbeitet, bei denen die Bestattung der Urnen in der Erde erfolgt und das Grab mit einem Stein gekennzeichnet ist. Es gibt auch die Möglichkeit von Urnengemeinschaftsgrabanlagen, wo ein Gedenkstein für alle Verstorbenen angebracht wird. Hintergrund dieser Konzepte sind immer die verschiedenen Möglichkeiten für die Hinterbliebenen, das Grab selber zu pflegen oder es durch einen Friefhofsgärtner pflegen zu lassen. Das Interesse war auch in diesem Jahr sehr groß und so konnte Oberbürgermeister Christian Ude vor einem vollbesetzten Sitzungssaal seine Eröffnungsrede halten. Begleitend zur Tagung findet im Innenhof des Münchner Rathauses eine Grabmalausstellung mit individuell angefertigten Grabmalen statt.